Gesunde, vitaminreiche und natürliche Ernährung

 

HAUPTFUTTER

Das Hauptfutter sollte nicht nur eine sehr gute Zusammensetzung an Inhaltsstoffen aufweisen, sondern auch die Beschaffenheit sollte den Zwerghamstern ein reichhaltiges Erlebnis bei der Suche nach Futter geben. Insbesondere sollte eine Futtermischung für Campbells und Hybriden unbedingt auf die Diabetesproblematik dieser Zwerghamsterart zugeschnitten sein.

 

Daher habe ich mich nach langer Recherche und nach dem Lesen des Buches "Das kipi-Konzept" von Eva Kunze für meine Tiere endgültig für die Zwergenschmaus Grundmischung entschieden, welche nach dem Rezept im Buch hergestellt wurde.

 

Nach Anleitung des Buches wird die Grundmischung von mir noch ergänzt durch Blätter (Brennnessel,- Haselnuss-, Löwenzahn-, Melissenblätter, Spitz-, und/oder Breitwegerich), Kräuter (Petersilien- und Dillstiele) sowie Blüten (Korn-, Ringel-, Kamillenblumenblüten). Das Tierische Eiweiß in Form von Seidenraupenpuppen, Grillen und Mehlwürmer reiche ich separat.

 

Zwerghamster verbringen einen großen Teil ihres Lebens mit der Suche nach Nahrung. Dabei legen sie täglich sehr lange Strecken zurück. Um den Zwergen in der Heimtierhaltung ähnliche Möglichkeiten zu bieten, können Halter nur zu Hilfsmitteln greifen und das Futter in der Einstreu verstreuen, damit die Kleinen es suchen müssen und somit wunderbar beschäftigt sind. 

 

KEIMFUTTER

Ein absolutes Highlight für Ihren kleinen Liebling sind selbst gezüchtete Keimlinge. Dazu nehmen Sie eine kleine Porzellanschale oder einen Tontopf gefüllt mit Chinchillasand, drücken Futterkörner aus den oben genannten Hauptfuttersorten oder reine Saaten in den Sand, wässern dies vorsichtig und stellen es auf die Fensterbank, den Balkon oder in den Garten. Damit es zu keiner Schimmelbildung kommt, hat sich das wässern mit einer Sprühflasche bewährt. Nach wenigen Tagen sprießt es grün und sobald die Keimlinge etwa 5 cm hoch sind, können Sie diese mit dem gesamten Gefäß dem Hamster in sein Gehege stellen. So kann er sein Frischfutter nach Bedarf selbst ernten. Auf den Fotos sehen Sie: Grassamenmischung, Brennesselsamen, Kleesamen, Keimlinge in verschiedenen Schälchen.

 

PFLANZEN in der NATUR sammeln

Pflanzen direkt aus der Natur zu sammeln ist das Highlight für die Zwerge. Aufgrund der Diabetes-Neigung der Campbells ist es nicht ganz so einfach sie mit Frischfutter zu versorgen wie andere Nagetiere, da Obst und viele Gemüsesorten wegen des Zuckergehalts nicht verfüttert werden dürfen, eine abwechslungsreiche Ernährung dennoch sehr wichtig für die Gesundheit der Tiere ist, richtet sich der Blick auf andere verträgliche Frischfuttermittel wie diverse Gräser und Kräuter in der Natur zu sammeln.

Wilde Pflanzen können durch viele Faktoren belastet sein. Deshalb wird allgemein empfohlen an Stellen zu sammeln, die fernab von Autoabgasen und gedüngten Feldern sind. Ebenso sollten, besonders in der Stadt, Stellen vermieden werden, die häufig von Hunden frequentiert werden. Es empfehlen sich also abgeschiedene Wiesen (z. B. im Wald oder noch besser im eigenen Garten). Aber auch im städtischen Raum gibt es Flächen (Parks, Spielplätze) die fern von Autoverkehr und Hunden eine gute Auswahl an Futterpflanzen bieten.

Die Liste der möglichen Futterpflanzen ist sehr lang. Es gibt allein hunderte Gräserarten die sich zur Verfütterung an Nagetiere eignen. Die Pflanzen in untenstehender Liste zeichnen sich dadurch aus, dass sie relativ häufig anzutreffen sind und eine Verwechslung mit ähnlich aussehenden Giftkräutern ausgeschlossen werden kann. Wer sich unsicher ist, sollte dennoch immer ein Bestimmungsbuch zurate ziehen.

Quelle: wikipedia & ratfret

Ackerwinde

convolvulus arvensis

Breitwegerich

plantago major

Saat-Esparsette

onobrychis viciifolia

Gänseblümchen

bellis perennis


Kamille

matricaria chamomilla

Knäuelgras

dactylis

Hirtentäschel

capsella bursa-pastoris

Luzerne

medicago sativa


(Wiesen-) Rispengras

poa

Rohrschwingel

festuca arundinacea

Spitzwegerich

capsella bursa-pastoris

Wiesen-Lieschgras

phleum pratense


 

TIERISCHES EIWEISS - getrocknet oder lebend

In der oben genannten Hauptfuttermischung ist KEIN tierisches Eiweiß enthalten. Sollte es seine Diabetes-Erkrankung zulassen, freut sich Ihr Hamster, wenn Sie ihm dies separat in getrockneter oder lebendiger Form füttern. Hierfür eignen sich: Mehlwürmer, Garnelen, Grashüpfer, Grillen, Larven, Heimchen, Seidenraupenpuppen und weitere Insekten.

 

ABENTEUER-, BESCHÄFTIGUNGS- und ERGÄNZUNGSFUTTER

Inzwischen gibt es eine Vielzahl an Rispen & Ähren die unsere Nager lieben. Das schöne daran ist, dass der Hamster selbst für's ernten zuständig ist und dies der Beschäftigung dient. Lassen Sie sich etwas einfallen, wie Sie die Rispen & Ähren am besten im Gehege befestigen.

Auf den Fotos sehen Sie: Flachsähren (sehr beliebt), Schwarze Hirse in der Rispe, Amaranth in der Rispe, Kolbenhirse.